SV Durlangen

Schützenverein

Durlangen 1965 e.V.


- Chronik -


Ja, bereits seit Beginn der 60er Jahre liebäugelten etliche schießsportinteressierte Durlanger mit der Gründung eines Schützenvereins. In trauter Runde im Münchner Hofbräuhaus wurde dann beschlossen, doch endlich ernst zu machen. Zwar diskutierte  man anfangs noch über einen Anschluss an den FC Durlangen, ein Schützenverein brauchte aber schon damals sein  eigenes Zuhause.

Bürgermeister Kuhnigk übernahm die Vorarbeit und am 8. Mai 1965 fand im Gasthaus “Lamm” die Gründungsversammlung statt. An diesem Abend hoben 79 schießsportbegeisterte Gründungsmitglieder mit viel Begeisterung und Elan den Schützenverein Durlangen aus der Taufe. Erster Vorstand wurde Rudolf König. Damit es richtig losgehen konnte wurden im Vereinslokal “Lamm” 5 Schießstände errichtet. Ab Oktober 1965 fanden erste Rundenwettkämpfe statt. Erster Schützenkönig und damit erster Träger der prachtvollen, von Manfred Baur gestifteten Schützenkette wurde Johannes Rupp.

Getreu dem Leitspruch der Schwaben “Schaffa, Schaffa, Häusle baua” wurde bereits am 22. Mai 1966 der Grundstein für das Schützenhaus gelegt. Im Kupferblechbehälter befindet sich eine Tageszeitung, ein Protokollauszug des Gemeinderatsbeschlusses über das seinerzeit prachtweise überlassene - mittlerweile selbstverständlich erworbene - Grundstück, eine Vereinschronik seit Gründung und eine Namensliste der nun schon 128 Vereinsmitglieder. Ferner alle im Umlauf befindlichen Münzen der Bundesrepublik Deutschland. Am 2. Oktober 1966 wurde offiziell Einweihung gefeiert. 11 Bahnen für Luftdruckwaffen standen zur Verfügung. Den aktiven Schützen kosteten seinerzeit 15 Schuss fünfzig Pfennig. Passive Mitglieder mussten eine Mark berappen.

Peter Nuding wurde am 8. April 1967 zum neuen Leiter der neu gegründeten Tischtennisabteilung gekürt. Sicherlich eine Unterabteilung, die in den Schützenvereinen nicht üblich sein dürfte. Erste sportliche Erfolge stellten sich ein. Herausragend war der 1. Platz von Manfred Baur bei einem Preisschießen in Unteregg bei Kempten mit sagenhaften     100 von 100 möglichen Ringen. Eine Musikkapelle begleitete seinerzeit oft die Auftritte des jungen Vereins. Unvergessen ist dabei das Platzkonzert bei den Feierlichkeiten zum 350jährigen Jubiläum des Schützenvereins Wäschenbeuren im Jahre 1968.

Am 16. Januar 1971 musste Rudolf König aus gesundheitlichen Gründen leider sein Amt als Erster Vorstand zur Verfügung stellen. Rudolf Oker wurde sein Nachfolger und Engelbert Hieber übernahm den Posten des Zweiten Vorstandes. 1973 wurde Herbert Wagner Erster Vorstand und 1975 übernahm wiederum Rudolf König diese Position. Beim 10jährigen Jubiläum 1975 war der Schützenverein bereits einer der größten im Gmünder Schützenkreis mit zeitweise über 300 Mitgliedern. Aktuell sind es immerhin 296.

Die Bockmusik war damals wie heute aus dem närrischen Gemeindeleben zur Faschingszeit nicht mehr wegzudenken.   1978 übernahm Engelbert Hieber als Zweiter Vorstand kommissarisch das Amt des Ersten Vorstandes, da kein originärer Nachfolger für Rudolf König gefunden werden konnte.

1978 qualifizierten sich Otto Kurz und Norbert Huber für die Landesmeisterschaften und Margarete Ramsak wurde Kreisschützenkönigin. Das spornte sie wohl so an, dass sie sich 1979 sogar zur Frau Vorständin wählen lies. Unter ihrer  Leitung wurde die Inneneinrichtung des Schützenhauses modernisiert und mit großem Erfolg die Straßenfeste beim seinerzeit noch stehenden Farrenstall neben der heutigen Raiffeisenbank durchgeführt. Im Oktober 1981 fand erstmals das Gemeindepokalschießen statt, welches anfangs von den Hobbyschützen des Musikvereins Zimmerbach dominiert wurde. Margarete Ramsak übergab am 25. Juni 1983 ihr Amt an den seit diesem Jahr amtierenden Zweiten Vorstand Hans Bressmer. Er übernahm kommissarisch dieses Aufgabengebiet ehe er sich 1985 bereit erklärte auch offiziell, an die erste Stelle zu treten.

Damals nahmen bis zu 6 Tischtennismannschaften am Spielbetrieb teil und Aufstiege rücken immer mehr in greifbare Nähe. Auf maßgebliche Initiative von Hans Bressmer stimmte man nach einer außergewöhnlichen Marathonhauptversammlung der Erweiterung  der Schießanlage um die Sportpistolenstände und weitere Luftgewehrstände zu. Rudolf König wird unter den Klängen der Durlanger Jagdhornbläser, denen der Schützenverein bis heute sehr freundschaftlich verbunden ist, im Rahmen der 20-Jahr-Feier am 9. November 1985 zum Ehrenvorstand des Schützenvereins ernannt. Die offizielle Einweihung der neuen Schießstände fand nach 12.000 Arbeitsstunden(!) am 16.- 17. Mai 1987statt. Zu diesem Anlass fand auch ein erstes Fußballspiel gegen die Stuttgarter Prominentenkicker statt. Im Trubel wurde leider versäumt, das Ergebnis der Nachwelt zu überliefern.  

Im Juli 1987 qualifizierte sich Thomas Kassahn mit der Luftpistole für die Deutschen Meisterschaften auf der Olympiaanlage in München. Die Tischtennisjugend schaffte 1989 den Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Luftpistolenauswahl wurde am 29. Oktober 1989 erstmals in der Vereinsgeschichte Kreispokalsieger.

Die ganze Gemeinde war beim 25jährigen Vereinsjubiläum mit Fahnenweihe vom 6. bis 9. Juli 1990 auf den Beinen.    Leider bescherte der Wettergott recht schlechtes Wetter. Perfekt geplant war allerdings der von Werner Knab organisierte Festumzug mit 45 Gruppen, 9 Musikkapellen,Oldtimerfahrzeugen und auch die örtlichen Vereine gaben sich die Ehre. Am Montag legten dann unsere damals recht erfolgreichen Kicker noch einen drauf und besiegten nach mehreren Anläufen erstmals die Stuttgarter Prominentenkicker mit 5:4. Alles in allem war das 25er Jubiläum in würdigem Rahmen gefeiert und auch mit den vielen Ehrungen ein tolles Fest, das wir im Jahr 2015 zum 50er hoffenlich wiederholen können.

1994 wird Cyriak Hinderberger bei den Senioren TT-Einzelbezirksmeister und errang zusammen mit Anton Baur auch noch den Titel im Doppel. Bereits 1993  aber auch ein toller Erfolg unserer TT-Spieler. Bei einer ihrer traditionellen Fahrradausfahrten gewannen sie einen lebendigen Hammel! Thomas Kassahn wird zum wiederholten Male von Schlachtenbummlern zu den Deutschen Meisterschaften der Luftpistolenschützen begleitet. Die Erfolge setzten sich 1995 fort. Die Luftpistolenschützen werden als krasse Außenseiter Kreispokalsieger. Die Damenmannschaft schaffte 1996 in der Disziplin KK-liegend den 5. Platz bei den Landesmeisterschaften und damit die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften.

Nach einer fantastischen Saison steigt die Tischtennismannschaft 1996 mit 32:4 Punkten als Meister in die Bezirksklasse auf. Im gesamten Kreis spielten seinerzeit nur zwei Mannschften in höheren Klassen. Die Leistungen der Luftpistolenmannschaft erreicht 1998 mit dem Aufstieg in die Landesliga ihren Höhepunkt. In den Jahren 1998-1999 wurden umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Schützenhaus durchgeführt. Trotzdem schaffte Thomas Federer die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in München.

Paul Jüttner folgt 1999 Rolf Klozenbücher im Amt des Zweiten Vorstands nach. Nach im Verein einmalig langen 18 Jahren als Erster Vorstand übergab Hans Bressmer 2001 sein Aufgabengebiet an Paul Jüttner. Unter diesem passionierten Jäger kam es zu einer Wiederbelebung unserer traditionellen Hubertusfeier mit Hubertusjagd. Diese hat im November wieder ihren festen Platz im jährlichen Vereinsleben.

Da sich der Schießsport, wie alles andere auch, immer schneller weiterentwickelt, musste mal wieder gebaut werden. Der moderne Schießmodus “Mann gegen Mann” machte eine geschlossene Schießhalle notwendig. Nach über 3000 freiwilligen Arbeitsstunden, nach den Planungsvorgaben von Hans Bressmer und Bernhard Hägele, konnte Vorstand Paul Jüttner am 10.10.2003 die offizielle Einweihung der Halle verkünden. Diese findet durchweg die höchste Zustimmung und beschert dem Verein hoffentlich eine erfolgreiche schießsportliche Zukunft.

Nachdem unter Paul Jüttner nun diese hochmoderne Anlage geschaffen war, musste er  2005 sein Amt als Erster Vorstand aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellen. In seine Fußstapfen tritt seit April als Zweiter Vorstand Thomas Kassahn.

Wie in den ersten 25 Jahren, gab es auch wieder bis zum 40er Schlechtes und Gutes, Trauriges und Lustiges,   Hässliches und Schönes und ihn gibt es auch noch, den Schützenverein Durlangen. Als richtiger Schwabe ist dieser mit  40 Jahren nun offiziell gescheit geworden, was aber nicht heißt, dass er es bisher nicht schon war. Liebe Freundinnen und Freunde, bleibt ihr bitte auch weiter so gescheit und unterstützt den Verein immer tatkräftig, dann wird dem Verein vor den vielen Jahren die noch kommen werden, keinesfalls Bange werden.

Allen Mitgliedern, Schützenfreunden, Gönnern, allen Genannten und noch viel mehr allen Ungenannten wünscht der Schützenverein Durlangen allzeit

>> Gut Schuss <<

des Schützenvereins Durlangen e.V.

gegründet am 8. Mai 1965

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letzte Aktualisierung: 20.07.2017